Tipps für den Start eines E-Mail-Newsletters

Was ist der «Blinzler-Test», welches sind die rechtlichen Grundlagen und wie oft soll ich einen Newsletter versenden?

Haben Sie sich überlegt, einen E-Mail-Newsletter in Ihrem Unternehmen einzuführen, um Ihre Kundschaft zu informieren? Hier geben wir einen kurzen Einblick über die wichtigsten Punkte, die es im Voraus abzuklären gilt.

1) Was möchten Sie erreichen?

Machen Sie sich Gedanken, welches Ziel Sie mit dem Newsletter erreichen möchten und welche Ressourcen Sie dafür freigeben können. Gerade die Erarbeitung des Inhalts ist aufwändig – so macht es einen grossen Unterschied, ob Sie einen monatlichen oder vierteljährlichen Versand planen: jeder Newsletter braucht sorgfältig erstellte Inhalte! Wollen Sie über unterschiedliche Themen oder Bereiche informieren, lohnt es sich, je Bereich einen separaten Newsletter zu erstellen – so können sich die Abonnentinnen und Abonnenten thematisch entscheiden, welche Informationen sie von Ihnen erhalten möchten.
Ein Branchen-Verband zum Beispiel könnte zwei Newsletter erstellen: einen für interne News, die Verbandsmitgliedern vorbehalten sind, und ein zweiter für öffentlich zugängliche Branchen-Informationen.

2) Inhalte mit Mehrwert

Über welche Inhalte wollen Sie künftig berichten? Versuchen Sie einzelne Gefässe zu schaffen, welche dann auch visuell unterschiedlich dargestellt werden. Also zum Beispiel ein Gefäss «Produktneuheiten», welche etwas grösser dargestellt werden als beispielsweise ein Gefäss «interne News». Durch diese Aufteilung schaffen Sie eine bessere Orientierung für den regelmässigen Newsletter-Leser oder Newsletter-Leserin.

3) Personalisieren

Sprechen Sie Ihre Kundschaft persönlich an! Voraussetzung ist, dass Sie nebst der E-Mail-Adresse, Vor- und Nachname auch über die Angabe zum Geschlecht bzw. Anrede verfügen. Diese Angaben können Sie von der Abonnentin oder dem Abonnenten direkt bei der Anmeldung abfragen. Ist Ihr Empfängerkreis des Newsletters überschaubar, empfehlen wir sogar eine Unterscheidung zwischen der DU- und SIE-Form.

4) Call-2-Actions erkennbar machen

Verstecken Sie Links nicht! Zeigen Sie erkennbar, wo die Nutzerin oder der Nutzer durch einen Klick weiterführende Informationen erhält. Meist wird ein Newsletter nur kurz überflogen – prägnante Call-to-Action-Buttons ziehen Aufmerksamkeit auf sich und leiten den Lesefluss. Um zu prüfen, ob die Buttons genügend gross sind, empfiehlt MailChimp den Squint-Test («Blinzel-Test»): durch rasches Blinzeln wird das Bild verschwommen, dabei sollen aber die Call-to-Action-Bereiche immer noch erkennbar bleiben.

Squint Test © MailChimp

5) Teaser im Newsletter, kompletter Artikel auf der Website

Vermeiden Sie zu lange Textinhalte im Newsletter. Platzieren Sie die umfangreiche Fassung eines Artikels auf Ihrer Website und verwenden Sie im Newsletter nur Bild, Headline und Lead. Dies aus drei Gründen:

  • Lange Inhalte werden in einem Newsletter selten gerne gelesen. Zudem sind die Darstellungsmöglichkeiten eingeschränkt – zu lange Artikel verdrängen andere spannende Informationen.
  • Durch diese Aufteilung generieren Sie zusätzlichen Traffic auf Ihrer Website: Die Leserschaft wird gezielt auf Ihre Website geführt, wo sie auch weiterführende Informationen von Ihnen finden.
  • Inhalte, die ausschliesslich im Newsletter publiziert werden, sind nach einer gewissen Zeit nicht mehr verfügbar. Mit der Publikation auf Ihrer Website können die erstellten Inhalte ohne zeitliche Einschränkung und auch über eine Websuche gefunden werden.

6) Corporate Design sicherstellen – aber nicht um jeden Preis

E-Mail ist eine verhältnismässig «alte» Technologie: für die Darstellung wird zwar – wie für eine Website – HTML/CSS verwendet, die verfügbaren Befehle stammen allerdings noch aus den Anfängen des Internets. Die Darstellungsmöglichkeiten sind daher sehr eingeschränkt: spezielle Schriften oder Effekte – wie Sie es sich von einer Website gewohnt sind – können nicht einfach eingesetzt werden. Darum: lieber ein simples Design, das aber problemlos und auf allen Geräten funktioniert.

7) Haben Sie keine Angst vor einer Abmelde-Funktion

Verstecken Sie den Abmelde-Button Ihres Newsletters nicht – dieser kann ruhig z.B. im Header und Footer klar ersichtlich platziert sein. Mit dieser Transparenz geben Sie der Newsletter-Empfängerin bzw. dem Newsletter-Empfänger eine Sicherheit und Vertrauen.

8) Rechtliche Grundlagen kennen

Artikel 3 Buchstabe o des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb verbietet Spam – also den automatisierte Versand von elektronischen Nachrichten an eine Vielzahl von Empfangenden ohne deren Einwilligung. Der Empfänger bzw. die Empfängerin muss daher seine Einwilligung explizit geben (anklicken eines Kästchen bzw. Ausfüllen eines Formulars) und muss auch jederzeit in der Lage sein, seine persönlichen Daten einzusehen sowie sich vom Newsletter abzumelden. Auch eine Absenderangabe muss klar gemacht werden (E-Mail-Adresse und Postadresse).

9) Machen Sie auf den Newsletter aufmerksam

Teilen Sie Ihrer Kundschaft und «Fans» mit, dass Sie einen Newsletter haben. Setzen Sie eine Verlinkung in Ihre E-Mail-Signatur, auf die Website oder weisen Sie in einem Mailing darauf hin. Bei kleineren Unternehmen lohnt es sich auch, die Empfängerliste nach und nach manuell zu aktualisieren. Wenn Sie also eine neue Kundin oder einen neuen Kunden gewonnen haben, hinterlegen Sie seine E-Mail-Adresse gleich – selbstverständlich nur mit seiner Einwilligung.

10) Versandrhythmus: Qualität statt Quantität!

Seien wir ehrlich: In Zeiten permanent überfüllter E-Mail-Postfächer wartet niemand auf Ihren Newsletter! Seien Sie darum vorsichtig und strapazieren Sie Ihre Abonnentinnen und Abonnenten nicht zu stark. Qualität ist hier definitiv wichtiger als Quantität! Wichtig ist, dass jeder Newsletter genügend «Fleisch am Knochen» hat.
Um den zukünftigen Versandrhythmus Ihres Newsletters festzulegen, blicken Sie zunächst zurück: Überlegen Sie sich, wie viele spannende Geschichten Sie im vergangenen Jahr zu erzählen gehabt hätten und wie viele Newsletter-Ausgaben diese füllen würden. So können Sie einen sinnvollen Rhythmus wählen.

Dürfen wir Ihnen helfen? Unser Newsletter-Angebot umfasst Beratung, Design, Setup, Setup von MailChimp (Newsletter-Tool) sowie die Entwicklung eines E-Mail-Templates. Gerne unterstützt Sie Fabian Müller dabei!

«Spam» ist eine Marke für Frühstücksfleisch in der Dose und mutierte erst durch einen Sketch von Monthy Python zum Synonym für unerwünschte Werbe-Emails.

Newsletter

Bleiben Sie mit der Anmeldung für unseren Newsletter auf dem Laufenden und erhalten Sie Infos über neue Projekte, Blog-Beiträge oder was wir sonst so treiben.

Für den Newsletter anmelden